Nachhaltigkeit messen, bewerten und verbessern
Für die nachhaltige Transformation stehen zahlreiche Methoden und digitale Werkzeuge zur Verfügung. Die Herausforderung besteht weniger darin, ein möglichst umfangreiches Toolset einzusetzen, sondern die richtige Methode für die jeweilige Fragestellung auszuwählen.
CO₂-Bilanzierung
Wenn Sie die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens erfassen möchten, können Sie sich am GHG Protocol orientieren. Für konkrete Berechnungen stehen unter anderem ClimatePartner, Carbon Footprint Ltd., Bilan Carbone® oder landwirtschaftsspezifische Rechner zur Verfügung.
Ökobilanzierung
Wenn Sie nicht nur CO₂, sondern mehrere Umweltwirkungen eines Produkts oder Prozesses betrachten möchten, bietet sich eine Lebenszyklusanalyse (LCA) an.
Dafür können Sie beispielsweise openLCA, SimaPro oder GaBi/Sphera einsetzen. Bewertungsmethoden wie beispielsweise TRACI, ReCiPe oder Eco-Indicator 99 ermöglichen anschließend die Bewertung verschiedener Umweltwirkungskategorien. Es kann aber auch das Ecocokpit Tool der efa verwendet werden bzw. von FactFlow.
Material- und Ressourcenanalyse
Wenn Sie Materialverluste und Ressourceneffizienz untersuchen möchten, können Materialflussanalysen, Circonomit oder Ecochain eingesetzt werden.
Lieferkettenanalyse
Für Lieferantenrisiken, ESG-Daten und Transparenz entlang der Lieferkette kommen unter anderem Prewave, EcoVadis und osapiens infrage.
5. Von der Analyse zur Maßnahme
Wie wird aus einer Bewertung konkrete Veränderung?
Eine Analyse allein verändert noch keinen Prozess. Entscheidend ist, aus den gewonnenen Informationen konkrete Maßnahmen abzuleiten.
1. Ausgangslage analysieren
Zunächst erfassen Sie relevante Daten und identifizieren wesentliche Umweltwirkungen und Verbesserungspotenziale.
2. Ziele definieren
Anschließend legen Sie fest, was erreicht werden soll. Dabei sollten Ziele möglichst konkret, messbar und zeitlich definiert sein.
3. Maßnahmen entwickeln
Auf Basis der Analyse können verschiedene Handlungsoptionen entwickelt werden. Dazu gehören beispielsweise Energieeffizienzmaßnahmen, Änderungen von Produktionsprozessen, neue Verpackungslösungen oder Anpassungen in der Lieferkette.
4. Maßnahmen bewerten
Nicht jede Maßnahme ist gleichermaßen sinnvoll. Deshalb sollten Sie ökologische Wirkung, Kosten, technische Machbarkeit und weitere Auswirkungen gemeinsam betrachten.
5. Umsetzung
Besonders bei größeren Veränderungen kann es sinnvoll sein, zunächst mit Pilotprojekten zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln.
6. Wirkung messen
Nach der Umsetzung sollte überprüft werden, ob die gewünschten Effekte tatsächlich eintreten. Kennzahlen und regelmäßiges Monitoring helfen Ihnen dabei.
So wird aus einer einmaligen Analyse ein kontinuierlicher Transformationsprozess.
6. Fördermöglichkeiten
Unterstützung für Ihre nachhaltige Transformation
Nachhaltige Transformation kann Investitionen in neue Technologien, Beratung, Digitalisierung, Forschung oder Prozessoptimierung erfordern. Für Unternehmen stehen deshalb verschiedene Förderprogramme auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene zur Verfügung.
Je nach Vorhaben können beispielsweise Programme für Energieeffizienz, Innovation, Forschung und Entwicklung oder Kreislaufwirtschaft relevant sein.
Zu den möglichen Anlaufstellen und Programmen gehören beispielsweise:
- ZIM für Forschung und Innovation im Mittelstand
- Horizon Europe für europäische Forschungs- und Innovationsprojekte
- NRW.BANK für Investitions- und Transformationsvorhaben
- ZENIT als Beratungs- und Unterstützungsangebot
- EENergy für Energieeffizienzmaßnahmen
- Förderangebote des Landes NRW im Bereich Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit
Da Förderbedingungen, Fristen und Fördersätze regelmäßig angepasst werden, sollten Sie vor einer Antragstellung immer die aktuell geltenden Bedingungen prüfen.
7. Expertinnen und Experten
Sie haben eine konkrete Fragestellung?
Nachhaltige Transformation ist häufig interdisziplinär. Je nach Fragestellung können beispielsweise Kompetenzen aus den Bereichen Klimabilanzierung, Landwirtschaft, Energie, Logistik, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung oder Nachhaltigkeitsmanagement erforderlich sein.
TransformERN kann deshalb Expertinnen und Experten nach unterschiedlichen Fragestellungen zusammenbringen.
Sie suchen Unterstützung bei …
- einer CO₂-Bilanz?
- einer Ökobilanz?
- Energieeffizienz?
- nachhaltiger Landwirtschaft?
- Biodiversität?
- Kreislaufwirtschaft?
- Lieferketten?
- Verpackungen?
- Logistik?
- Fördermitteln?
- der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie?
Dann können Sie gezielt nach dem passenden Themenbereich und der benötigten Expertise suchen.
8. TransformERN – Methoden und Expertise
Von der Fragestellung zur passenden Lösung
Die nachhaltige Transformation eines Unternehmens beginnt häufig mit einer konkreten Frage wie zum Beispiel:
- Wo entstehen unsere größten Umweltwirkungen?
- Welche Maßnahmen haben die größte Wirkung?
- Welche Daten benötigen wir?
- Welches Tool eignet sich für unsere Fragestellung?
- Wie können wir aus den Ergebnissen konkrete Maßnahmen ableiten?
TransformERN unterstützt Sie dabei, diese Fragen systematisch zu bearbeiten.
Dabei können unterschiedliche Methoden und Werkzeuge miteinander kombiniert werden – von der CO₂-Bilanzierung über Lebenszyklusanalysen und Materialflussanalysen bis hin zur Bewertung von Lieferketten und konkreten Transformationsmaßnahmen.
Der Methodenbaukasten von TransformERN bildet hierfür die Grundlage. Er verbindet Methodenwissen, Prozesswissen, Kennzahlen, Tools und Expertise.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein bestimmtes Tool, sondern die Frage:
- Welche Methode und welches Werkzeug helfen Ihnen bei Ihrer konkreten Herausforderung weiter?
Gemeinsam können Ausgangssituation und Handlungsfelder analysiert, Ziele definiert und geeignete Maßnahmen entwickelt werden.
Sie haben eine konkrete Fragestellung zur nachhaltigen Transformation? Sprechen Sie uns an.