Best Practice: Nachhaltigkeit vom Acker bis zum Teller

Eickenbecks Hofgenuss zeigt, wie Landwirtschaft, nachhaltige Energieerzeugung und regionale Lebensmittelproduktion zusammen gedacht werden können. Mit konkreten Maßnahmen und einer klaren Zukunftsvision arbeitet der Betrieb daran, Wertschöpfung und Nachhaltigkeit vom Acker bis zum Teller zu verbinden.

Eickenbecks Hofgenuss entstand vor 10 Jahren aus dem Wunsch heraus, Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und neben der klassischen Schweine-haltung neue Wege zu gehen. Der Familienbetrieb wird in der 10. Generation geführt und bewirtschaftet rund 180 Hektar landwirtschaftliche Fläche.  Neben der Schweinezucht und Schweinemast werden verschiedene Kulturen wie Raps, Gerste, Mais und Lupinen angebaut.

Nachhaltigkeit ist die Grundlage unseres Handelns und ein wesentlicher Antrieb für die Weiterentwicklung unseres Betriebes. Unser Ziel ist eine umweltschon-ende, ressourceneffiziente und regionale Land-wirtschaft und betrachten dabei ökonomische, öko-logische und soziale Aspekte. Die Förderung der Biodiversität sowie ein Betrag zu einer gesunden Ernährung sind für uns zentrale Ziele. Deshalb setzen wir auch auf Lupinen als nachhaltige, pflanzliche Fleischalternative.

Für Gründer und Geschäftsführer Burkhard Voß steht fest:

„Was wir essen, soll schmecken und gesund sein. Ernährung und Erzeugung unserer Lebensmittel müssen vom Acker bis zum Teller gedacht werden. Die Landwirtschaft muss nachhaltiger, umweltschonender und regionaler werden. Das ist meine Vision.“

Nachhaltigkeit Schritt für Schritt umsetzen

Bereits 2014 wurde eine Photovoltaikanlage mit 29 kW installiert. Zudem nutzt der Betrieb seit 2014 Fernwärme aus einer Biogasanlage zur Beheizung der Schweineställe und des Wohnhauses. Durch die Nutzung der Abwärme können fossile Energieträger weitgehend vermieden werden.

Auch bei der Bodenbearbeitung setzt der Betrieb auf Ressourcenschonung. Seit etwa zehn Jahren wird auf pfluglose Bodenbearbeitung gesetzt. Dadurch konnte der Dieselverbrauch auf rund 80 Liter pro Hektar reduziert werden.

Neue Wege für eine nachhaltige Landwirtschaft

Neben der Energieversorgung beschäftigt sich Eickenbecks Hofgenuss mit der Frage, wie landwirtschaftliche Flächen künftig sinnvoll genutzt werden können. Für einen ertragsschwachen Standort ist daher eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit acht Megawatt Leistung geplant. Ergänzend sind Stromspeicher mit einer Kapazität von rund 15 Megawatt vorgesehen.

Auch beim Thema Ernährung verfolgt der Betrieb neue Ansätze. Lupinen spielen dabei eine besondere Rolle. Sie werden als nachhaltige Alternative zu Fleisch gesehen und leisten gleichzeitig einen Beitrag zu einer vielfältigeren Fruchtfolge.

Erfahrungen aus der Praxis

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass nachhaltige Veränderungen Zeit, Ausdauer und langfristige Planung erfordern. Gleichzeitig braucht es die Bereitschaft, neue Ideen auszuprobieren und gewohnte Wege zu hinterfragen.

„Mut zu haben, neue Wege zu gehen und Ideen auszupieren.“

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist die langfristige Perspektive:

„Investitionen langfristig planen und die Amortisation stets berücksichtigen.“

Eickenbecks Hofgenuss ist ein Beispielunternehmen aus dem TransformERN-Netzwerk. Sie möchten wissen, welche Hebel in Ihrem Betrieb stecken? Wir begleiten Sie – vom ersten Klima-Check bis zur Umsetzung. Kommen Sie mit uns in Kontakt.